Für ein Kind, das die Trennung seiner Eltern durchleben muss, ändert sich vieles und kaum ein Stein bleibt gefühlt auf dem anderen im bis zur Trennung gelebten Alltag. Besonders belastend werden diese Eindrücke allerdings häufig an hohen Fest- und Feiertagen, den Geburtstag oder, insbesondere auch, an Weihnachten.

Feste die gewöhnlich die ganze Familie an einen Tisch gebracht haben markieren natürlich sehr deutlich, dass „Familie“ jetzt eine andere Situation ist als zuvor. Und grade hier ist es wichtig, dem Kind durch dieses Erleben und die emotionalen Fragen, die sich ergeben, hindurch zu helfen, damit die Festtage unbelastet und vergnügt erlebt werden können.

Grade zu solchen Anlässen ist keinerlei Zeit und Raum für Elternkonflikte und die Durchschlagskraft auf die betroffenen Kinder desaströs. Nicht nur erinnern Kinder solche besonderen Tage im Gegensatz zum Alltagsgeschehen auch in jungem Alter verhältnismässig gut, die Grunderwartung eines emotional positiven Erlebnisses wird auch sehr schnell zu einem ausserordentlich negativen Erleben umgekehrt.

Wenn also schon sonst im Jahr das Miteinander schwierig ist – den Kindern zu Liebe lohnt es sich mindestens an diesen Tagen jede vorhandene Selbstbeherrschung zu nutzen, um Konflikte zu vermeiden, zu befrieden oder auch einfach auszusetzen über die Festtage. Hauptsache, das Kind lernt nicht, dass es an Weihnachten und Geburtstag immer ganz besonders schlimm wird. Das Potential ist nämlich vorhanden -auch in nicht von Trennung betroffenen Familien kommt es ja nicht selten ausgerechnet an Weihnachten zu Streit.

Wir haben 10 Tips zusammengestellt, die ein friedliches und konstruktives Weihnachten im Trennungskontext einfacher machen sollen in 10 Tips – Weihnachten nach der Trennung

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