Relativ häufig kommt es nach einer Trennung mit Kind zu Konflikten und Streit und sobald diese Streitigkeiten vor Gericht gehen, sind Anträge auf alleiniges Sorgerecht beinahe schon ein Klassiker. Viele Betroffene sehen in der Alleinsorge eine Art Allheilmittel. Mit der alleinigen Entscheidungsgewalt, so glauben sie, könnten sie viele für sie akut bestehende Probleme mit dem anderen Elternteil auf einen Schlag lösen, sei das, weil dessen Haltung und Meinung nicht länger Gewicht hat, oder weil sie glauben fortan einfach gar nicht mehr mit dem anderen kommunizieren zu müssen.

Einige der häufigsten Irrtümer rund um das alleinige Sorgerecht, die regelmäßig zu Anträgen auf Übertragung der Alleinsorge führen, haben wir einmal zusammen getragen:

 

1. Wer alleiniges Sorgerecht hat, bestimmt auch den Umgang

Sehr häufig werden Anträge auf alleiniges Sorgerecht aus einem Umgangskonflikt heraus gestellt. Sei das, weil ein betreuendes Elternteil den Umgang gerne einschränken oder ganz abstellen möchte oder umgekehrt, weil ein Umgangselternteil mehr und häufigeren Umgang wünscht und damit beim betreuenden Elternteil auf taube Ohren stößt

 

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