Vor einigen Jahren noch war das Argument, eine Kommunikation sei zwischen getrennten Eltern nicht mehr möglich eine solide Grundlage, um einem Elternteil das Sorgerecht für ein gemeinsames Kind alleine zu übertragen. Weshalb die Kommunikation nicht funktionieren wollte, hinterfragten Gerichte damals kaum und leider finden sich auch heute noch vereinzelte Beschlüsse, in denen die Unwilligkeit eines Elternteils eine Zusammenarbeit mit dem anderen Elternteil nach der Trennung zu erreichen als Grund angeführt werden, um einem Elternteil die Alleinsorge zu übertragen. Allerdings nicht zwingend dem kooperationsbereiten Elternteil.

Auch wenn eine problematische Kommunikation heute kaum noch ausreicht, um schwerwiegende Änderungen im Sorgerecht oder sogar im Umgangsrecht durchzusetzen bleibt es ein wesentliches Thema – denn die Eltern müssen in der Lage sein, gemeinsame Entscheidungen für das Kind zu treffen, wenn die gemeinsame Sorge besteht oder hergestellt werden soll. Und Entscheiden ist nur möglich, wenn Kommunikation möglich ist.

Wenn das aber nun nicht funktioniert? Wenn einer von beiden einfach die Kommunikation rundheraus ablehnt, im schlimmsten Fall derjenige, bei welchem das Kind überwiegend lebt?

Schnell fühlt der andere Elternteil sich hilf- und ratlos in Sippenhaft genommen, denn es heißt stets: „Eine Kommunikation ist den Eltern nicht möglich.“ Das es weniger die Möglichkeit als die Willigkeit ist, findet in den wenigsten Beschlüssen klar Einzug.

Wie kann man nun mit einer solchen Blockadehaltung umgehen und kann man überhaupt, wenn man gefühlt gegen eine Wand anredet?

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