Nicht selten verläuft eine Trennung mit Kind erst einmal relativ ruhig oder befriedet sich nach erster Aufregung wieder so weit, dass ein konstruktives Miteinander möglich ist – und dann kommen die Neuen. Seine Neue, ihr Neuer – neue Partner der getrennten Eltern. Dann ist es oft genug ganz schnell wieder vorbei mit dem Frieden.

Der/die soll sich nicht einmischen, soll sich nicht aufspielen – oft genug wird sogar die Forderung laut, der/die Neue solle sich ja hüten zu versuchen, eine Beziehung zum Kind aufzubauen.

Eifersüchteleien, Ängste und leider häufig auch das eigene Ego treiben die beteiligten Erwachsenen in einem Dreieckskonflikt, der mit dem Kind selbst meist nichts oder nur sehr wenig zu tun hat. Eher geht es um Status, um Vorrechte am Kind. „Es hat nur einen Papa/eine Mama!“ als Aussage und energische Bemühungen eben diesen Umstand dem Kind immer und immer wieder zu verdeutlichen zeugen von der latenten Angst, ersetzt zu werden.

Dabei tun sich die betroffenen Kinder mit mehreren Bezugspersonen oft deutlich leichter als die beteiligten Erwachsenen. Und das wiederum betrifft nicht nur die Elternteile und deren neue Partner, sondern darüber hinaus auch das Umfeld, Bekannte, Freunde und die jeweilige weitere Familie.

Jeder hat eine gewisse Idee und Vorstellung davon, wie es „zu sein hat“, wenn ein getrennt lebendes Elternteil eine neue Partnerschaft eingeht. Häufig genügen schon diese verfestigten Haltungen, um aus dem Nichts ganz neuen Streit entstehen zu lassen, wo zuvor relative Ruhe herrschte. Was genau ein neuer Partner/eine neue Partnerin nun aber tatsächlich „darf“ oder auch nicht darf, haben wir mit Bezug zu einigen der häufigsten Fragen zusammengefasst. [Weiterlesen…]

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