Kommt es während oder nach einer Trennung mit Kind zu Auseinandersetzungen zwischen den Eltern, geschieht es leider immer wieder, dass der Kontakt zwischen dem Kind und einem Elternteil völlig abreißt. Mitunter ist die Rede von jedem dritten Kind, das innerhalb weniger Jahre nach der Trennung der Eltern zu einem Elternteil keinen Kontakt mehr habe. Nun ist diese Statistik problematisch, denn es gibt durchaus auch Eltern, die den Kontakt zu den Kindern abbrechen. Tragisch jedoch wird es, wenn der Kontakt durch das Kind selbst oder sogar den betreuenden Elternteil verhindert wird.

Damit meinen wir nicht klassische Umgangsboykotte über einzelne Termine, sondern unbekanntes Verziehen mit dem Kind, Untertauchen oder auch Beeinflussung des Kindes, bis es selbst den Kontakt ablehnt.

Elternteile, die ein solches Entreißen des Kindes erleben, nehmen oft irreparablen emotionalen Schaden.

Die Suche nach dem Kind dauert nicht selten Jahre, manchmal Jahrzehnte. Doch kommt dann tatsächlich der Moment, in dem das Kind wiedergefunden werden konnte, zeigt sich oft, dass die Belastung noch zunimmt – was nun? Wie auf das eigene aber fremd gewordene Kind zugehen und sollte man das überhaupt? Wie umgehen mit der Angst, einen neuerlichen Kontaktabbruch durchleben zu müssen? Oder Abweisung durch das Kind?

Wir versuchen, Antworten zu finden, in Kontaktabbruch – die verlorenen Kinder

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