Umgang / Kind will nicht  

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Ostfriese
Neues Mitglied
Beigetreten:vor 6 Monaten 
Beiträge: 1
20/03/2017 9:43 pm  

Hallo!

 

Habe schon einige Beiträge hier gelesen, aber leider nicht so ganz das passende gefunden...

Kurz zu uns: Wir sind seit September zusammen, leben beide in Scheidung und haben auch beide Kinder. Ich habe meine Kinder seit September nicht mehr gesehen, obwohl vor Gericht vereinbart wurde, das ich zumindest meinen Sohn alle zwei Wochen für drei Stunden sehen darf (bei meinen Kindern handelt es sich um Zwillinge, Junge Mädchen, jetzt 12 Jahre alt). Leider sind die Kinder so von ihrer Mutter beeinflusst worden, das sie mich nicht mehr sehen möchten - dieses hat meine Tochter auch einem Richter mitgeteilt. Ich habe inzwischen bei meinen Kindern aufgegeben, da die Mutter alle Zügel in der Hand hat und die Kinder voll auf ihre Seite gezogen hat.

Meine Partnerin hat mit ihrem Noch-Mann eine gemeinsame Tochter im Alter von 8 Jahren. Nun ist es so, das wir immer versuchen das Kind zu motivieren, ihren Vater zu sehen. Dieses verweigert sie jedoch ganz extrem. Erschwerend kommt in diesem Fall hinzu, das der Noch-Mann einen Beschluss hat, das er sich seiner Frau nicht nähern darf, da er Morddrohungen ausgesprochen hat und er schon wegen Körperverletzung bestraft worden ist.

Wenn wir nun die Kleine wieder ermuntern wollen, ihren Vater zu treffen, schaltet sie komplett auf stur - und erzählt uns mittlerweile auch, das meine Kinder mich ja nicht treffen müssen und sie das dann auch nicht muss... Kindermund halt.

Mich würde interessieren, ob hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und evtl zu einer guten Lösung gekommen ist. Ich selbst weiß wie es ist, die Kinder nicht zu sehen - aber man kann doch ein Kind nicht zwingen, wenn es überhaupt nicht will. Für uns ist das Wichtigste das Wohl des Kindes.

Erschwerend kommt hinzu, das der Vater jetzt per Anwalt darauf drängt, seine Tochter zu sehen und das gleich mit Übernachtung...


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trennungmitkind
Mitglied Admin
Beigetreten:vor 3 Jahren 
Beiträge: 18
11/05/2017 1:07 pm  

Guten Tag Ostfriese und willkommen im Forum,

ein sich dem Umgang verweigerndes Kind ist für die beteiligten Eltern und deren Partner eine wirkliche Herausforderung und nicht selten lässt sich ein solches Problem ohne neutrale, fachkompetente Hilfe von außen nur schwer oder gar nicht lösen. Das liegt zum einen daran, dass das Kind gegenüber den Beteiligten mitunter nicht offen aussprechen kann oder will, worin der Grund für die Verweigerung tatsächlich besteht, zum anderen aber auch in der eigenen Betroffenheit der Eltern, welche die Gesamtsituation naturgemäß aus der eigenen Perspektive sehen und beurteilen.

Wenn ein Kind verweigert, steht immer und grundsätzlich vor allem die Frage nach dem "Warum" in dem Wissen, dass dieses Verweigern des Kontaktes zu einem Elternteil keine normale Reaktion ist. Gewöhnlich wünscht sich ein Kind den Kontakt mit beiden Eltern. Von diesem "Warum" hängt dann ab, was getan werden kann und wie bzw. durch wen.

Grundliegend könnte die örtliche Erziehungsberatung oder entsprechende Einrichtung der sozialen Verbände vor Ort durch Beratung eventuell dabei helfen, Wege zu entwickeln, das Kind zum Umgang zu motivieren. Alternativ kann beim zuständigen Gericht eine Umgangspflegschaft beantragt werden, die dann genau das übernimmt - fachkompetent herausfinden, weshalb das Kind verweigert und nach Möglichkeiten suchen, diese Widerstände aufzulösen.

 

Mit besten Grüßen


AntwortZitat
  
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