Kommunikationsverweigerung meiner Exfrau Umgangsrecht gerichtlich regeln?  

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Jay
 Jay
Neues Mitglied
Beigetreten:vor 10 Monaten 
Beiträge: 1
13/01/2017 10:47 am  

Hallo alle zusammen,

das ist mein erster Beitrag hier im Forum. Ich brauche dringend Hilfe! Die Ausgangssituation ist, dass meine Frau und ich uns im März 2016 getrennt haben. Wir haben einen 4 jähringen Sohn. Bisher war die Regelung immer die, dass ich meinen Sohn von Mittwoch Abend bis Donnerstag habe, und von Samstag morgen. Wir sind auch nach der Trennung regelmässig in die Kirche gegagnen am Sonntag, wo mein Sohn auch Freunde usw. hat. Nach dem Gottesdienst hat meine Ex ihn dann wieder mitgenommen. Nun ist es so, dass sie seit einiger Zeit nicht mehr in den Gottesdienst kommen möchte - ok, ihre Entscheidung. Aber statt sich darum zu kümmern, mal mit mir darüber zu reden, wie wir das handhaben wollen, verweigert sie einfach strikt jede Möglichkeit mit ihr in einen Dialog treten zu können. Sie fordert von mir nur noch per Mail zu kommunizieren, was für mich im Grunde nicht möglich ist, da ich auf der Arbeit in einem Sicherheitsbereich arbeite, in dem es mir nicht möglich ist private Mails zu senden oder zu lesen.
Nun hat sich meine Ex auf den Standpunkt gestellt, dass sie es nicht ok findet, dass ich meinen Sohn Sonntags erst zwischen 11 und halb 12 zu ihr bringe, um ihm seinen gewohnten Tagesablauf zu sichern. Von ihrer Seite kamen Äußerungen derart "Wenn du deinen Sohn am Sonntags sehen willst, dann muss du...". Meine Ex macht auch keine Anstalten (wie sie im Sommer schon versprochen hatte) sich um einen Mediator zu kümmern. Auch das habe ich alles in die Hand genommen, und mich ans Jugendamt gewendet (Herbst letzten Jahres). Den ersten Termin hat meine Frau dann erstmal abgesagt. Ich musste dann einen neuen machen. Bei den war leider dann der Sachbearbeiter lange krank, ich würde angerufen, wenn er wieder da sei. Es sei auch ganz sicher vor Weihnachten noch usw. Leider wurde ich nicht angerufen. Deswegen habe ich dort selbst noch einmal nachgefragt, und nun einen Termin bekommen. Meine Ex hat sich bisher zu den Terminen mit dem Jugendamt sehr passiv verhalten und quer gestellt.
Ich möchte einfach mal Fragen, ob jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Was kann ich da tun? Ich habe gehört, dass wenn es zu keiner Einigung kommt, dass es dann auch vor Gericht geklärt werden kann. Nur habe ich dann Angst, dass das Gericht dann festlegt, dass ich meinen Sohn dann nur noch alle 14 Tage sehen darf - ich finde die Vorstellung schrecklich!! Was kann ich da tun? Gibt es die Möglichkeit mehr häufigeren Kontakt zu "erklagen", z.B. weil es jetzt sich schon lange so etabliert hat, dass ich meinen Sohn 2 Mal die Woche sehe?

Beste Grüße und vielen Dank!
Jay


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trennungmitkind
Mitglied Admin
Beigetreten:vor 3 Jahren 
Beiträge: 18
13/01/2017 11:10 am  

Hallo Jay und willkommen im Forum,

die Reihenfolge ist grundliegend die, die Sie auch beschreiben: zunächst versuchen getrennte Eltern direkt miteinander Lösungen für den Umgang zu entwickeln. Klappt das nicht, kann durch Moderation eines neutralen Dritten (Jugendamt, KSB, Diakonie o.ä.) eine Vermittlung versucht werden mit dem Ziel die Unstimmigkeiten zu lösen. Wenn auch das nicht zu einer Lösung führt, wäre ein Antrag auf Regelung des Umganges durch das zuständige Familiengericht der logische nächste Schritt um eine verbindliche Regelung im Sinne des Kindes zu erreichen.

Dabei legen die Gerichte heutzutage großen Wert auf Deeskalation und schicken Eltern, die noch nicht gemeinsam an Beratungsgesprächen teilgenommen haben auch häufig in eben solche Gespräche.

Umgangsregelungen, die sich auf 14tägige Wochenenden beschränken sind heute nicht mehr üblich, sofern der Umgangsberechtigte mehr Umgang umsetzen kann. Häufig wird heutzutage das vierzehntägige Wochenende mit einem festen Umgangstag unter der Woche oder auch einer Übernachtung in den Wochen, in denen kein Wochenendumgang stattfindet ergänzt. Hier orientiert sich der Rythmus immer auch am Alter des Kindes - umso jünger, umso kürzer sollten die Abstände sein.

Allgemein wichtig für Trennungskinder ist der Faktor Kontinuität. Diese gibt es, neben den allgemeinen Lebensumständen, natürlich auch im Kontakt zu beiden Elternteilen. Wenn also ein Kind bislang das umgangsberechtigte Elternteil z.B. wöchentlich gesehen hat, dort ggf. sogar übernachtet hat, dann müsste zunächst einmal begründet werden, aus welchem wichtigen Grund von diesem für das Kind gewohnten Muster abgewichen werden sollte.

Grundlage aller Überlegungen ist dabei stets: Was ist für das Kind die beste Lösung?

 

 


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Herbpower
Neues Mitglied
Beigetreten:vor 10 Monaten 
Beiträge: 4
06/02/2017 9:31 am  

Gibt es auch andere Lösungen zb . wenn die Kindesmutter den Umgang mit dem Kinde welches beim Vater lebt ablehnt oder nur auf Zwang reagiert? Das ganze hab ich mal unter dem Thema Sorgerecht dargestellt.

 


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