Mama will mich nicht.  

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Herbpower
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05/02/2017 11:06 pm  

 Mein Sohn ist jetzt 10, ich lebe mit ihm seit 2009 als alleinerziehender Vater, nach einem Krach im eigenem Haushalt. Wir waren nie verheiratet. Die Kindesmutter mit in die Erziehung des Kindes  mit ein zu beziehen( gemeinsames Sorgerecht) ist insofern schwierig, dass bei Anrufen oder anderen Sachen meist alles schon gelaufen ist. Ich muss zum Wohl des Kindes unter Ausschluss des anderen Elternteils Entscheidungen treffen die eigentlich gemeinsam besprochen werden soll. Vorfälle wie zu Weihnachten dass das Kind weinend neben mir steht und der Mutter am Telefon sagt" Ich bin doch dein Sohn, ich kann dich doch anrufen" oder zu Geburtstag eine SMS kommt in dem dem Kinde gratuliert wird, sowie das Umgangsrecht ( Besuche  usw) nicht wahrgenommen wird, trotz Wechselmodell. Unterhaltsvorschuss habe ich deswegen 2 x aufgegeben. Wir hatten  zweimal den Versuch gestartet normal als Eltern umzugehen jedoch durch die kleine 4 Jahre hat der Große im letztem Jahr immer den Ärger abbekommen.Er ist dadurch nie richtig trocken geworden vor allem nachts. Sie hat die Wand vollgemalt er wurde von der Mutter angeplärrt Er hat Spielzeug bekommen die Kleine hat es zerlegt und Mama hat es weggeworfen das war dabei noch nicht mal 2 Wochen alt.. Ich hab voriges Jahr nach einer wiederholten Lautstarken Auseinandersetzung von ihr gefordert sich regelmäßig um das Kind zu kümmern und mit ihm sachlich um zu gehen. Als Mutter zeigt sie kein Interesse am  gemeinsamen Kind und meinte auch so nach dem Motto du machst doch alles und ich bin nicht willkommen.

Er hängt aber auch mehr an mir als an seiner Mutter. Ich habe ihm die freie Entscheidung gelassen seine Mama zu besuchen und an zu rufen. Er würde es gern tun aber er weiß dass er dann abgewiesen wird bzw sie nicht ans Telefon geht. Er geht regelmäßig zur Schule, die ärztliche Vorsorge sowie schulische Angelegenheiten muss ich auch alleine klären, da Mama nicht bereit ist mit ihrer Tochter daran teil nehmen zu wollen. Das Gute an der Sache ist Mein Sohn spricht mit mir jetzt offener und das Bettnässen ist weg. Ich schimpf zwar auch mit ihm. wenn er Unfug macht. aber ich setz mich mit ihm auch hin und er soll mir erklären warum er den Unfug gemacht hat.

Ich weiß im Augenblick nicht recht weiter da mich diese ganze Situation etwas stresst, mir Freunde raten, das alleinige Sorgerecht zu beantragen wobei ich mir hier wenig Chancen ausrechne. Seine Tante muss Mama schon auffordern ihn mitzubringen, denn allein würde sie es nicht machen. Der Kindesvater der Kleinen redet ihr ins Gewissen ihren Sohn zu besuchen. Ich liebe meinen Sohn, tue alles was möglich ist und treffe mit ihm in letzter Zeit auch Entscheidungen die uns beide betreffen.Es ist hart für mich da er schon so früh lernen muss was es heißt groß zu sein. Nur sehe ich de Ausweglosigkeit seitens der Mutter dass sich hier nochmal was ändert. Ich bin selbst mit der Situation unzufrieden sehe aber wirklich keine Möglichkeit das alleinige Sorgerecht zu beantragen, obwohl ich mir hier wenig Chancen ausrechne. Ich habe einen guten Draht zum Jugendamt (ASD) und kann dort jederzeit um Unterstützung bitten. Nur ich brauche irgendwie einen Rat wie ich die Situation deeskalieren kann.


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trennungmitkind
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06/02/2017 3:12 pm  

Hallo und herzlich willkommen,

das klingt nach einer sehr belastenden und auch unverständlichen Situation für das Kind - und natürlich auch nach einer Belastung für Sie selbst.

Wenn zum Jugendamt schon Kontakt besteht - wurden denn schon einmal moderierte Elterngespräche versucht? Oft kann ein neutraler Dritter grade dann viel bewirken, wenn viele Emotionen im Aufeinandertreffen aufkommen. Auch könnte man beim Jugendamt bzw. der angeschlossenen Erziehungsberatung einen klaren Umgangsplan ausarbeiten, der für alle Beteiligten die Planbarkeit und Zuverlässigkeit erhöht und damit auch vom Kind diese Last und Verantwortung nimmt, hier irgendetwas selbst managen zu müssen oder sollen.

Natürlich ist es wunderbar, wenn der Sohn weiß, er kann und darf jederzeit den Kontakt zur Mama suchen. Nicht in Ordnung ist, wenn er praktisch in die aktive, initiierende Rolle gerät und seinerseits praktisch veranlassen muss die ihm grundweg schlicht zustehende Zuneigung und Aufmerksamkeit durch ein Elternteil zu erhalten. So etwas regeln die Erwachsenen, nicht die Kinder. Daher glaube ich auch hier wäre ein klarer Plan, wann Umgang stattfindet und wie lange, eine große Hilfe.

Wenn ich Sie recht verstehe, findet Kontakt bislang mehr oder minder willkürlich und nach Tagesform statt?

 

 


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Herbpower
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06/02/2017 4:19 pm  

Leider ja. Wenn die Kindesmutter Lust und Laune hat dann kommt sie , jedoch in letzter Zeit gar nicht mehr. Dem Jungen tut es nur um seine Schwester gehen denn die würde er gerne sehen wollen. Alles andre ist ihm unwichtig. Viel wichtiger ist Papa. dass ich für ihn immer da bin. EWr stand voriges Jahr im Schulischem auf der Kippe, zum Halbjahr haben sich seine Noten verbessert. Mir wird seitens der Lehrer bestätigt dass ich mich auch darum intensiv bemühe. Ich bin jetzt soweit un gehe mit dem Jungen zu einem Psychologen denn das was wir gemacht haben ist einfach so falsch dass er immer noch leidet und seinen Unmut an manchem auslässt. Ich weiß das sporadische Besuche der Mutter nicht förderlich sind. Kontinuität und Stabilität sind für den Jungen wichtig dazu zählt ein festes Umfeld. keine lose Mutterliebe oder das Kind vergessen. Manchmal sitze auch ich weinend da und weiß einfach nicht weiter. Dann suche ich das Gespräch mit Freunden. Mir hilft es weiter zu machen und alles zu geben. Sie sagen die Kinder solen den Kontakt nichtr regeln. Das ist richtig jedoch will er nit zu seiner Mutter auch wenn er darf. . Meidatorische Gespräche mit dem Jugendamt bringen nur kurzzeitig was  und alles kommt dan n wieder  so wie es war. Das ist die Tatsache


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trennungmitkind
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06/02/2017 9:57 pm  

Eines muss Ihnen bewusst sein - wenn der Junge aktiv den Kontakt zu seiner Mutter ablehnt, deren Zuwendung und Wertschätzung entwicklungsrelevantes Gewicht für ein Kind hat, ist das praktisch als alarmierende Verhaltensauffälligkeit zu betrachten. Die hier zu stellende Frage ist: Warum und wie lässt es sich verändern? Denn das Kind braucht den Kontakt zur Mutter um gesund aufwachsen zu können und sei es nur in Fragen der Identifikation. Daher ist es so wichtig alles Menschenmögliche zu tun, um einen wie auch immer gearteten Kontakt herzustellen und zu pflegen.

Mit 10 Jahren ist der Junge hier auch noch nicht in einem Alter, in dem er die Tragweite erfassen kann.

Auch für Sie selbst wäre meines Erachtens Planbarkeit ein sehr wichtiger Faktor. Dann liegt hier auch keine Einzelfallverantwortung mehr bei Ihnen, einzelne Treffen herzustellen, im schlechtesten Fall noch gegen den Willen des Kindes und den Widerstand des anderen Elternteils. Wenn der Umgangselternteil den Kontakt allerdings rundheraus nicht möchte, lässt sich leider nicht viel tun. Zwingen kann und darf man ein Elternteil zum Umgang nicht, das wäre im Ergebnis nicht im Sinne des Kindes.

Hier würde ich, wenn die Mutter den Kontakt tatsächlich abbricht, also nicht nur einzelne Termine ausfallen lässt, dazu raten, sich auf das Auffangen des Kindes zu konzentrieren. Ganz wichtig ist hierbei das ohnehin vorhandene Gefühl des Kindes, abgelehnt zu werden, gar keines Falls zu verstärkern. Also niemals Aussagen zu treffen im Sinne von "So wichtig bist du deiner Mama ja offenbar nicht" oder auch "Mama hat besseres zu tun." sondern zu versuchen, das Defizit an Wertschätzung auszukompensieren.

Soldatenfrauen tun das zum Beispiel. Während der Vater über Monate mit kaum Kontakt zur Familie weit weg ist, pflegen sie stellvertretend die Bindung mit den Kindern, indem sie zum Beispiel immer wieder ins Gedächtnis rufen und versichern, der Papa hat dich lieb. In Ihrem Fall müssten Sie das Kind immer wieder darin bestärken, die Mama hat dich lieb, sie kann aber jetzt grade nicht hier bei dir sein und sich um dich kümmern.

Für das Kind ist diese gegen die Ablehnung gerichtete Wahrnehmung wichtig. Sehr, sehr wichtig.

Wenn das zehnjährige Kind aktuell den Kontakt selbst vehement ablehnt können Sie, wenn die Mutter ihn wieder sucht, ohnehin nicht einfach Treffen verabreden und müssten sich Hilfe z.B. beim Kinderschutzbund über das Jugendamt suchen in Form begleiteter Umgänge oder dergleichen.

Wobei ich das Thema hier allgemein unter "Umgangsrecht" passender aufgehoben fände. Umgang und Sorgerecht haben ja miteinander nichts zu tun. Insofern hat das eine auf das andere keine Auswirkung und Sorgerechtsentscheidungen sind, wenn die Kinder einmal durch Kindergarten/Kita und Erstschulanmeldung durch sind ja sehr überschaubar.


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Herbpower
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07/02/2017 11:08 am  

Ich mache und sage dem Kinde nicht Mama will dich nicht die Ablehnung seiner Mutter hat er selbst erfahren. Dies hat ihn geprägt. Ich selbst sage dazu nichts da er zu sehr an mir hängt und die Bindung stärker ist als zu seiner Mutter. Er sagt selbst Mama kommt heute nicht und morgen auch nicht. Mama braucht nicht mehr kommen. Das ist selbst für mich hart aber. ich glaube eher er hat sich damit abgefunden.

In meinem Freundeskreis gibt es viele die  sich von Partnern getrennt haben. Viele dieser vorwiegend Mütter, bewundern meine Haltung zum Kind selbst wobei ich immer selbst sage ich bin nicht der perfekte Vater, versuche jeden Tag das beste zu geben.

Im Prinip gebe ich hier recht es ist Sorge- und Umgangsrecht. allerdings wie soll ich jetzt vorgehen denn. es sind mehrere Wochenenden gewesen wo die Kindesmutter nicht erschienen ist. Alles notieren? Habe ich damit bessere Chancen das alleinige Sorgerecht zu bekommen? Was kann ich dem Familiengerict als Grundf bringen? Mutter kümert sich nicht? Ich bin hilflos.


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trennungmitkind
Mitglied Admin
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14/02/2017 10:21 am  

Wenn Umgang ausfällt, hat das mit dem Sorgerecht ja nichts weiter zu tun. Die im Raum stehende Frage wäre, weshalb sie das alleinige Sorgerecht benötigen, also inwiefern das gemeinsame Sorgerecht zum erheblichen Nachteil für das Kind ist, so dass dem abgeholfen werden muss, indem es auf ein Elternteil alleine übertragen wird.

Gewöhnlich wird eine solche Entscheidung wegen Nichtbeteiligung eingeleitet durch mehrere Unterschriften, die das Gericht ersetzen muss.


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