Das Familienrecht ist in seiner Grundstruktur für juristische Laien nur schwer durchschaubar, weil es dem allgemeinen Verständnis von Recht & Gerechtigkeit wie es zum Beispiel durch das bekanntere Strafrecht oft vorliegt, scheinbar widerspricht. Insbesondere das Fehlen einer Täter-Opfer-Struktur irritiert häufig und führt zu völlig falschen Vorstellungen der Abläufe vor dem Familiengericht. In dieser Kategorie finden Sie Erklärungen, Hilfen und Ratschläge zum konstruktiven Umgang mit Familienrechtlichen Fragestellungen, Verfahren vor dem Familiengericht und relevanten Beteiligten.

Kein Sorgerecht – nichts zu melden?

Der Gesetzgeber pflegt die gemeinsame Sorge der Eltern als optimalen Regelfall im Familienrecht. Oft genug jedoch kommt es vor, dass nicht beide Eltern gemeinsam sorgeberechtigt sind – mitunter, weil sie nie verheiratet waren und niemand die gemeinsame Sorge beantragt hat, in anderen Fällen, weil ein solcher Antrag nach alter Rechtsprechung scheiterte oder nicht möglich war.

Und natürlich gibt es die Fälle, in denen das Sorgerecht nach einer Trennung einem Elternteil alleine auf Antrag übertragen wurde.

Wenn ein Elternteil alleine das Sorgerecht für ein Kind inne hat, entstehen Fragen und Unsicherheiten. Insbesondere wie weit die Entscheidungsgewalt des Alleinsorgeberechtigten reicht und welche Auswirkungen sich auf das Umgangsrecht ergeben ist häufig völlig unklar.

Wir beantworten die wichtigsten und häufigsten Fragen in Sorgerecht – was darf man mit, was darf man ohne?

Wer einfach alleine entscheidet, bekommt das gemeinsame Sorgerecht nicht

Das AG Halle hat einem Vater, der das gemeinsame Sorgerecht beantragt hatte, dieses verwehrt, nachdem er während des laufenden Verfahrens das Kind heimlich und entgegen dem ausdrücklichen Wunsch der Mutter hatte taufen lassen:

AG Halle 26.05.2014 – Beck Blog

By |September 20th, 2014|Recht & Gerechtigkeit|1 Comment

Die lügen alle! – Streitpunkt Stellungnahme

Wer durch die Trennung in einen Konflikt geraten ist, der zuletzt auch gerichtlich ausgetragen wird, der kennt schon bald das bange Gefühl, sobald offizielle Post im Briefkasten zu finden ist.

Ist dann die Stellungnahme des Jugendamtes, des Verfahrensbeistandes oder der Sachstandsbericht der Umgangspflege herausgenommen und gelesen, ist nicht selten der Tag ruiniert.

Falsch, ungenau oder parteiisch sind noch die harmloseren Vorwürfe, die gegen Ersteller solcher Schriftstücke erhoben werden.

Weshalb nicht selten ein Gutteil der Kritik auf einem bloßen Missverständnis beruht und wie man mit einer solchen Stellungnahme konstruktiv umgeht und sie so zum eigenen Vorteil nutzt, völlig gleich, wie sie ausgefallen sein mag, erfahren Sie in Stellungnahmen von Fachbeteiligten richtig lesen.

 

Abgeschmettert – Sind Sie vor Gericht völlig gescheitert?

Häufig werden Trennungseltern davor gewarnt, Unstimmigkeiten und Konflikte vor dem zuständigen Familiengericht auszutragen. Regelmäßig hört und liest man: “Dann entscheiden andere, und was sie entscheiden, muss einem nicht gefallen.”

Wie wahr das ist und welche Konsequenzen ein gerichtliches Verfahren in Familiensachen haben kann, wird Betroffenen oft erst klar, wenn es zu spät ist, sie vor Gericht auf voller Linie gescheitert sind und nun plötzlich vor einem Beschluss sitzen, der nicht nur nicht das ermöglicht, was sie erreichen wollten sondern womöglich sogar die subjektive Situation deutlich verschlechtert hat.

Was nun? Ist jetzt alles vorbei?

Lesen Sie mehr, unter

Alles aus? – wenn es vor Gericht völlig anders läuft, als erhofft

 

 

 

By |September 15th, 2014|Recht & Gerechtigkeit|1 Comment

Terrortaktik im Trennungskrieg – Missbrauchsvorwurf

Konkrete Zahlen gibt es nicht und doch, scheinen alle betroffenen Professionen sich sehr bewusst darüber zu sein, dass im Rahmen eskalierter Trennungskonflikte häufig früher oder später auch der taktische Vorwurf Kindesmissbrauch auftaucht.

Manchmal jedoch bei Weitem nicht grundsätzlich geschieht das mit oder gefolgt von einer entsprechenden Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden.

Während andere Anzeigen zerstrittener Ex-Partner gegeneinander in der Regel im Sande verlaufen und gar nicht weiter verfolgt werden, ist eine solche Vorgehensweise beim Vorwurf Kindesmissbrauch unmöglich. Es muss geprüft werden, schon um jedes Risiko für das betroffene Kind auszuschließen.

Spätestens wenn die betroffenen Kinder im Rahmen des taktischen Manövers instrumentalisier und suggestiv oder manipulativ dazu verleitet werden, den angeblichen Missbrauch sogar selbst zu behaupten oder zu bezeugen, kommt unmittelbare und erhebliche Kindeswohlgefährdung hinzu.

Wie Sie mit dieser schier unfassbaren Situation umgehen können und was Sie in jedem Fall vermeiden sollten, erfahren Sie in

Vorwurf Kindesmissbrauch

 

 

 

Sinnloser Streit durch gemeinsame Sorge?

Die gemeinsame Sorge beider Eltern soll der Regelfall sein und entspricht gewöhnlich dem Wohl des Kindes am Besten – so der Gesetzgeber.

Dennoch kamen insbesondere mit der Gesetzesnovellierung in 2013 viele kritische Stimmen auf, die verkündeten, mit der leichter herzustellenden gemeinsamen Sorge ginge unvermeidlich ein rapider Anstieg der Trennungsstreitigkeiten und Konflikte einher. Die gemeinsame Sorge führe also zu zusätzlichem Streit, der letztlich die betroffenen Kinder belaste.

Warum das wahr ist, die Schlussfolgerung, die gemeinsame Sorge selbst sei das Problem aber völlig falsch, erfahren Sie in Gemeinsames Sorgerecht – wie es nicht funktioniert

By |September 11th, 2014|Recht & Gerechtigkeit, Trennungskinder|0 Comments

Beleidigung, Verleumdung, Kindesentzug – Anzeige gegen den/die Ex?

Wenn ein Trennungskonflikt eskaliert, dann meist, weil die Beteiligten nicht die Möglichkeit haben, sich einfach gegenseitig aus dem Weg zu gehen. Oft sind also von eskalierenden Trennungsfolgen Eltern gemeinsamer Kinder betroffen, denn wegen der Kinder muss nach wie vor miteinander umgegangen werden.

Schnell steigert sich dann der Streit auf ein Niveau, das früher oder später die Frage aufwirft, ob hier nicht Beleidigung, Verleumdung, Bedrohung oder Kindesentzug im strafrechtlichen Sinne vorliegt und nicht selten zeigen getrennte Eltern sich gegenseitig bei der Polizei an.

Warum das meist zu nichts führt und – im Gegenteil – erhebliche Nachteile für die/den “Geschädigten” bringen kann, erfahren Sie in

Strafanzeige gegen den/die Ex – Warum Ihnen das mehr schadet als nützt

By |September 10th, 2014|Recht & Gerechtigkeit|2 Comments

Der bequeme Feind – das Jugendamt

Die Jugendämter in Deutschland kämpfen mit einem schlechten Ruf. Entweder seien sie zu untätig oder übereifrig. Recht machen können Sie es scheinbar niemandem und richtig auch nicht.

Spätestens wenn ein Trennungskonflikt so weit geht, dass ein Familiengericht tätig wird, kommt in aller Regel auch das zuständige Jugendamt hinzu, führt Gespräche und verfasst Stellungnahmen.

Dann schlagen das schlechte Image und Berichte von unerfreulichen Erfahrungen anderer Betroffener nicht selten hoch und noch vor dem ersten tatsächlichen Kennenlernen mit dem zuständigen Mitarbeiter/der zuständigen Mitarbeiterin ist der betroffene Elternteil im Grunde auf Streit und Uneinigkeit eingestellt.

Doch es gibt auch eine andere Seite. Lesen Sie mehr unter Das Jugendamt

 

 

 

 

Warum Sie sich gerichtlich nicht durchsetzen werden

Es gibt kaum ein Rechtsgebiet, das für Laien schwieriger zu begreifen ist, als das Familienrecht. Nicht aufgrund unzähliger Einzelverordnungen und Gesetze, sondern vielmehr aufgrund der völlig anderen Herangehensweise von Familiengerichten im Vergleich zu dem, was wir alle als klassischen Gerichtsablauf kennen – einer ist schuld und verliert, der andere ist unschuldig und gewinnt.

Genau diese klare Aufteilung in Schuld und Unschuld, Gut und Böse gibt es im Familienrecht jedoch ausdrücklich nicht und zahlreiche Betroffene sind enttäuscht und wütend, wenn ihr Versuch, zu beweisen, dass der andere schuld und böse ist, völlig ins Leere läuft oder sogar gegen Sie selbst gewertet wird.

Warum Sie mit falschem Verständnis dessen, was ein Familiengericht tut, mit größter Sicherheit in einem Verfahren gerichtlich scheitern werden erfahren Sie in Familiengericht – deshalb scheitern Sie mit ihrem Antrag

 

 

By |September 4th, 2014|Recht & Gerechtigkeit|5 Comments

Umgang nur unter Aufsicht?

Wenn Trennungskonflikte oder Streit um die Umgangsregelung eskalieren, erhebliche Vorwürfe erhoben werden oder der Umgang mit dem Kind lange verhindert wurde oder aus anderen Gründen nicht stattgefunden hat, dann tritt meist der sog. “Begleitete Umgang” auf den Plan.

Ein Dritter soll dabei sein, wenn Kind und Elternteil aufeinandertreffen.

Viele fühlen sich unter Generalverdacht gestellt, bevormundet und überwacht, wenn begleiteter Umgang angeordnet wird – doch es gibt auch eine ganz andere Seite. Begleiteter Umgang kann ein nützliches Hilfsmittel und Werkzeug sein, auch und grade für den betroffenen Elternteil.

Erfahren Sie, wie begleiteter Umgang Ihnen nützen und Sie weiterbringen kann in Begleiteter Umgang – Mythos, Realität und Nutzen