Praktische Tips in der Trennungssituation

Betroffene einer Trennung mit Kind empfinden die Trennungssituation häufig als schwierig, belastend und insbesondere durch Fragen im Zuge des Umgangsrechtes oder Sorgerechtes belastet. Wichtige Weichen können schon früh gestellt werden, indem von Beginn an die Trennung der Eltern immer auch im Hinblick auf die Belange des Kindes abgewickelt wird. Häufig fällt das jedoch aufgrund hochkochender Emotionen sehr schwer. In dieser Rubrik stellen wir lebensnahe und praktische Tips zum konstruktiven Management der Trennungssituation bereit.

Mediation – erbitterter Kampf um Harmonie?

Mediation, zum Beispiel durch eine örtliche Erziehungsberatung, die Caritas oder den Kinderschutzbund, hat heute einen festen Platz in der modernen Familiengerichtsbarkeit.

Oft hören Betroffene bereits von ihren Anwälten und Anwältinnen vorab: “Stellen Sie sich drauf ein, die schicken Sie erst mal zur Mediation.” Und auch der sog. Umgangsdreisprung beinhaltet als fixe Größe Mediation als Eskalationsstufe.

Doch was bedeutet das, bringt das was und wenn ja, wem? Ist Mediation immer sinnvoll oder kann sie sogar schaden?

Wir beantworten diese Fragen in Mediation – Schaden und Nutzen.

Kein Sorgerecht – nichts zu melden?

Der Gesetzgeber pflegt die gemeinsame Sorge der Eltern als optimalen Regelfall im Familienrecht. Oft genug jedoch kommt es vor, dass nicht beide Eltern gemeinsam sorgeberechtigt sind – mitunter, weil sie nie verheiratet waren und niemand die gemeinsame Sorge beantragt hat, in anderen Fällen, weil ein solcher Antrag nach alter Rechtsprechung scheiterte oder nicht möglich war.

Und natürlich gibt es die Fälle, in denen das Sorgerecht nach einer Trennung einem Elternteil alleine auf Antrag übertragen wurde.

Wenn ein Elternteil alleine das Sorgerecht für ein Kind inne hat, entstehen Fragen und Unsicherheiten. Insbesondere wie weit die Entscheidungsgewalt des Alleinsorgeberechtigten reicht und welche Auswirkungen sich auf das Umgangsrecht ergeben ist häufig völlig unklar.

Wir beantworten die wichtigsten und häufigsten Fragen in Sorgerecht – was darf man mit, was darf man ohne?

Die lügen alle! – Streitpunkt Stellungnahme

Wer durch die Trennung in einen Konflikt geraten ist, der zuletzt auch gerichtlich ausgetragen wird, der kennt schon bald das bange Gefühl, sobald offizielle Post im Briefkasten zu finden ist.

Ist dann die Stellungnahme des Jugendamtes, des Verfahrensbeistandes oder der Sachstandsbericht der Umgangspflege herausgenommen und gelesen, ist nicht selten der Tag ruiniert.

Falsch, ungenau oder parteiisch sind noch die harmloseren Vorwürfe, die gegen Ersteller solcher Schriftstücke erhoben werden.

Weshalb nicht selten ein Gutteil der Kritik auf einem bloßen Missverständnis beruht und wie man mit einer solchen Stellungnahme konstruktiv umgeht und sie so zum eigenen Vorteil nutzt, völlig gleich, wie sie ausgefallen sein mag, erfahren Sie in Stellungnahmen von Fachbeteiligten richtig lesen.

 

Sind Sie sich noch sicher, worum Sie kämpfen?

In der heutzutage vielseitigen und großen Gemeinschaft derer, die von Trennung und Scheidung mit Kind betroffen sind, bilden sich Gruppen, etablieren sich Foren und Interessengemeinschaften, Vereine und Selbsthilfegruppen.

Viele dieser Angebote sind sehr hilfreich und können Betroffenen bei ihrem schwierigen Weg durch den Streit und den juristischen Dschungel rund um Trennung und Scheidung helfen.

Andere jedoch benutzen Betroffene als Stimmverstärker, Fußsoldaten und Projektionsfläche, um ideologisches oder fanatisches Gedankengut zu verbreiten und missbrauchen betroffene Elternteile als dankbare Zielgruppe für reißerische Medienbrichte oder als Experimentierfläche für eigene strategische Ideen, wenn der eigene Fall oft schon seit Jahren unwiderbringlich verloren ist.

Wie das zustande kommt und wie gefährlich diese Instrumentalisierung für die Betroffenen tatsächlich ist, erfahren Sie in Kriegstreiberei und Hetze – wie Trennungseltern instrumentalisiert werden

 

 

 

Der bequeme Feind – das Jugendamt

Die Jugendämter in Deutschland kämpfen mit einem schlechten Ruf. Entweder seien sie zu untätig oder übereifrig. Recht machen können Sie es scheinbar niemandem und richtig auch nicht.

Spätestens wenn ein Trennungskonflikt so weit geht, dass ein Familiengericht tätig wird, kommt in aller Regel auch das zuständige Jugendamt hinzu, führt Gespräche und verfasst Stellungnahmen.

Dann schlagen das schlechte Image und Berichte von unerfreulichen Erfahrungen anderer Betroffener nicht selten hoch und noch vor dem ersten tatsächlichen Kennenlernen mit dem zuständigen Mitarbeiter/der zuständigen Mitarbeiterin ist der betroffene Elternteil im Grunde auf Streit und Uneinigkeit eingestellt.

Doch es gibt auch eine andere Seite. Lesen Sie mehr unter Das Jugendamt

 

 

 

 

Glauben Sie nicht alles, was Sie lesen/hören

Wenn viele Laien sich mit einem Thema befassen, dann kommt es mittelfristig fast sicher zu falschen Rückschlüssen, Fehlinformationen und Missverständnissen.

Auch im Themenkreis Sorgerecht, Kindschaftsrecht und Trennung halten sich einige falsche Informationen so hartnäckig, dass angeblich sogar Anwälte Ihren Mandanten diese falschen Ratschläge mit auf den Weg geben.

Die zehn häufigsten Missverständnisse und Falschinformationen, mit denen Elternteile nach einer Trennung mit Kind konfrontiert werden, präsentieren wir unter 10 Urbane Legenden rund um Trennung und Sorgerecht

By |September 5th, 2014|Praktische Tips in der Trennungssituation|0 Comments

Ratsuche im Internet – gefährliche Hilfe

Ein Trennungskonflikt ist eine sehr belastende Situation und viele Betroffene suchen händeringend austausch, Rat und Hilfe auch jenseits dessen, was ihr Anwalt, das Jugendamt oder das eigene Umfeld bieten kann.

Nicht wenige verschlägt es so in einschlägige Foren oder Gruppen zum Thema Trennung, Sorgerecht, Familienrecht oder auch PAS.

Dort lassen sich Informationen gewinnen, Gleichgesinnte finden und sehr hilfreiche Erkenntnisse gewinnen – doch es gibt auch eine andere Seite. Anonyme Ratgeber, die zu extremen Handlungen aufrufen, fanatische Unbekannte, die den Konflikt eher schüren als bei einer Lösung helfen zu wollen und rechtlich fatale Fehlratschläge können Betroffene in Teufels Küche bringen.

Erfahren Sie mehr über den Umgang mit Internetforen und Gruppen unter Internetforen, Gruppen und Vereine – gute Rat mit teurer Rechnung

 

 

 

 

 

By |September 3rd, 2014|Praktische Tips in der Trennungssituation|2 Comments

Umgang nur unter Aufsicht?

Wenn Trennungskonflikte oder Streit um die Umgangsregelung eskalieren, erhebliche Vorwürfe erhoben werden oder der Umgang mit dem Kind lange verhindert wurde oder aus anderen Gründen nicht stattgefunden hat, dann tritt meist der sog. “Begleitete Umgang” auf den Plan.

Ein Dritter soll dabei sein, wenn Kind und Elternteil aufeinandertreffen.

Viele fühlen sich unter Generalverdacht gestellt, bevormundet und überwacht, wenn begleiteter Umgang angeordnet wird – doch es gibt auch eine ganz andere Seite. Begleiteter Umgang kann ein nützliches Hilfsmittel und Werkzeug sein, auch und grade für den betroffenen Elternteil.

Erfahren Sie, wie begleiteter Umgang Ihnen nützen und Sie weiterbringen kann in Begleiteter Umgang – Mythos, Realität und Nutzen

 

Wie nah dürfen Sie ihrem Stiefkind kommen?

Wickeln, Waschen, Baden, Frisieren – die Liste der Dinge, die einen frisch gebackenen Stiefelternteil ganz nah zu seinen Stiefkindern bringen ist endlos.

In der komplexen Struktur Patchwork und insbesondere im Zusammenspiel mit dem anderen, dem abwesenden Elternteil des Kindes, tauchen oft Unsicherheiten und Hemmungen auf. Darf ich das überhaupt als nicht Blutsverwandter?

Wo verläuft die Grenze zwischen liebevollem Umgang und Anmaßung? Wieviel Nähe will und braucht mein Stiefkind von mir?

Wir versuchen, diese Fragen zu beantworten, in Das fremde Kind und Ich – Teil 3 “Kuscheln verboten?”

 

 

Der/die Ex ist immer da – Leben mit einem “gebrauchten” Partner

Oft unterschätzen frisch verliebte Patchworker in Spe die Belastung, die eine solche Konstellation mit sich bringt, auch und grade, weil der oder die Ex des neuen Partners immerzu präsent ist.

Wie geht man damit um? Welche besonderen Herausforderungen muss man sich stellen, wenn man Patchwork leben will und hört das mit dem/der Ex je auf?

Lesen Sie mehr in Das fremde Kind und Ich – Teil 2 “Mein Schatz, der/die Ex und Ich”