Patchwork

Bilden mehrere erwachsene Personen zusammen mit Kindern, die nicht mit allen in Elternrollen befindlichen Erwachsenen blutsverwandt sind, ein Familiengefüge, so spricht man heute von Patchwork oder sogenannten Patchwork-Familien. Die sozialpsychologischen Strukturen innerhalb einer Patchwork-Familie sind komplex und oft kommt es zu Unsicherheiten im Rollenverständnis von Stiefvater oder Stiefmutter gegenüber den Stiefkindern.

Papas Neue, Mamas Neuer – was sie dürfen und was nicht

Nicht selten verläuft eine Trennung mit Kind erst einmal relativ ruhig oder befriedet sich nach erster Aufregung wieder so weit, dass ein konstruktives Miteinander möglich ist – und dann kommen die Neuen. Seine Neue, ihr Neuer – neue Partner der getrennten Eltern. Dann ist es oft genug ganz schnell wieder vorbei mit dem Frieden.

Der/die soll sich nicht einmischen, soll sich nicht aufspielen – oft genug wird sogar die Forderung laut, der/die Neue solle sich ja hüten zu versuchen, eine Beziehung zum Kind aufzubauen.

Eifersüchteleien, Ängste und leider häufig auch das eigene Ego treiben die beteiligten Erwachsenen in einem Dreieckskonflikt, der mit dem Kind selbst meist nichts oder nur sehr wenig zu tun hat. Eher geht es um Status, um Vorrechte am Kind. “Es hat nur einen Papa/eine Mama!” als Aussage und energische Bemühungen eben diesen Umstand dem Kind immer und immer wieder zu verdeutlichen zeugen von der latenten Angst, ersetzt zu werden.

Dabei tun sich die betroffenen Kinder mit mehreren Bezugspersonen oft deutlich leichter als die beteiligten Erwachsenen. Und das wiederum betrifft nicht nur die Elternteile und deren neue Partner, sondern darüber hinaus auch das Umfeld, Bekannte, Freunde und die jeweilige weitere Familie.

Jeder hat eine gewisse Idee und Vorstellung davon, wie es “zu sein hat”, wenn ein getrennt lebendes Elternteil eine neue Partnerschaft eingeht. Häufig genügen schon diese verfestigten Haltungen, um aus dem Nichts ganz neuen Streit entstehen zu lassen, wo zuvor relative Ruhe herrschte. Was genau ein neuer Partner/eine neue Partnerin nun aber tatsächlich “darf” oder auch nicht darf, haben wir mit Bezug zu einigen der häufigsten Fragen zusammengefasst. [Weiterlesen…]

By |September 4th, 2015|Patchwork, Recht & Gerechtigkeit|0 Comments

Wie nah dürfen Sie ihrem Stiefkind kommen?

Wickeln, Waschen, Baden, Frisieren – die Liste der Dinge, die einen frisch gebackenen Stiefelternteil ganz nah zu seinen Stiefkindern bringen ist endlos.

In der komplexen Struktur Patchwork und insbesondere im Zusammenspiel mit dem anderen, dem abwesenden Elternteil des Kindes, tauchen oft Unsicherheiten und Hemmungen auf. Darf ich das überhaupt als nicht Blutsverwandter?

Wo verläuft die Grenze zwischen liebevollem Umgang und Anmaßung? Wieviel Nähe will und braucht mein Stiefkind von mir?

Wir versuchen, diese Fragen zu beantworten, in Das fremde Kind und Ich – Teil 3 “Kuscheln verboten?”

 

 

Der/die Ex ist immer da – Leben mit einem “gebrauchten” Partner

Oft unterschätzen frisch verliebte Patchworker in Spe die Belastung, die eine solche Konstellation mit sich bringt, auch und grade, weil der oder die Ex des neuen Partners immerzu präsent ist.

Wie geht man damit um? Welche besonderen Herausforderungen muss man sich stellen, wenn man Patchwork leben will und hört das mit dem/der Ex je auf?

Lesen Sie mehr in Das fremde Kind und Ich – Teil 2 “Mein Schatz, der/die Ex und Ich”