Allgemein

Wer hat Lara gesehen?

Natürlich unterstützen auch wir die verzweifelte Suche von Laras Papa nach seiner Tochter. Wer helfen kann, Hinweise zum Aufenthaltsort des Mädchens hat oder glaubt, sie gesehen zu haben, wendet sich bitte direkt an die angegebenen Stellen oder die Polizei. Danke.

Lara wurde entführt

By |Oktober 10th, 2014|Allgemein|0 Comments

Anwalt des Kindes, Albtraum der Eltern?

Der Verfahrensbeistand – auch Anwalt des Kindes genannt – wird heute fast grundsätzlich bestellt, wenn Verfahren in Kindschaftssachen eröffnet werden. Versäumt ein Gericht die Bestellung eines Beistandes, kann das für die nächsthöhere Instanz ein Grund sein, einen getroffenen Beschluss zur Neuverhandlung zurück zu verweisen.

So allgegenwärtig der Verfahrensbeistand somit im Familiengerichtsalltag ist, so unklar ist den meisten Trennungseltern, was genau eigentlich Aufgabe dieses Prozessbeteiligten sein soll. Entsprechend verunsichert sind viele im Umgang mit der meist pädagogischen, seltener juristischen Fachkraft. Oft scheuen sich Eltern, aktiv auf den Anwalt des Kindes zuzugehen, Fragen zu stellen oder auch um Rat zu bitten. Gleichzeitig erkennen viele schnell, welches Gewicht den Einschätzungen und Berichten des Verfahrensbeistandes zugemessen wird.

Wie also umgehen mit dem Verfahrendbeistand? Wozu braucht es einen Anwalt des Kindes, wenn doch schon die Eltern Anwälte haben?

Und weshalb werden immer wieder Beschwerden über Verfahrensbeistände laut, die sich eindeutig parteiisch auf die Seite eines Elternteils schlagen?

Wir erklären es Ihnen in Der Verfahrensbeistand

By |Oktober 10th, 2014|Allgemein|0 Comments

Teurer Kindeswille (OLG Karlsruhe)

Nach der Trennung der Eltern eines damals zweijährigen Mädchens beantragten zunächst beide Elternteile, damals noch in der Schweiz wohnhaft, das Kind in ihre Obhut zu übergeben. Der Vater wünschte hierbei eine Umgangs- und Ferienregelung für die Mutter während diese keinerlei Kontakt zwischen Vater und Kind vor Vorliegen eines psychologischen Gutachtens forderte und den Verdacht des sexuellen Missbrauchs äußerte. Ein schweizer Kantonsgericht übertrug daraufhin die Obsorge für das Kind zunächst der Mutter und ordnete wöchentliche begleitete Umgangskontakte für den Vater an.

Bereits hiergegen wandte sich die Mutter mit einer Beschwerde.

Der erste begleitete Umgangskontakt wurde durch die Mutter boykottiert. Daraufhin holte der Vater das Mädchen mit Hilfe weiterer Personen unangekündigt aus einer Spielgruppe und tauchte eine Woche lang mit dem Kind unter, bevor sie aufgegriffen wurden. Wieder wurden begleitete Umgangskontakte angeordnet, von denen einer – offenbar nicht vollständig – stattfand, folgend verzog die Mutter mit dem Kind nach Karlsruhe. Die folgenden Termine wurden wiederum nicht umgesetzt. Daraufhin wurde der letzte geltende Umgangsbeschluss des schweizer Gerichtes durch das Familiengericht Karlsruhe mit Zwangsgeldandrohungen versehen, die ein Zwangsgeld von bis zu 10.000,- € für jede schuldhafte Zuwiderhandlung gegen den Beschluss vorsahen.

Nun beantragte der Vater die Festsetzung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 10.000,- € pro schuldhaft nicht zustandegekommenem Umgangstermin. Die Mutter trat dem entgegen und erklärte, das inzwischen vierjährige Mädchen wolle keinen Kontakt mehr zum Vater, es sei der wirkliche Wille des Kindes, keinen Umgang wahr zu nehmen, da es durch die Trennung und die einwöchige Entführung durch den Vater traumatisiert sei. Der Vater hingegen erklärte, das Kind wolle durchaus Umgang, die Mutter aber wolle diesen verhindern und das Kind entfremden, es bestehe die Gefahr der Entstehung eines PA-Syndroms, daher müsse der drohenden Entfremdung entschlossen entgegengetreten werden.

Das Gericht gab dem Vater Recht und ordnete Ordnungsmittel in Höhe von 1.400,- € je schuldhafter Zuwiderhandlung – insgesamt 9.800,- € Ordnungsgeld für die Kindesmutter an.

Diese legte Beschwerde beim Oberlandesgericht Karlsruhe ein und erklärte wiederum, es entspreche dem ausdrücklichen Willen des Kindes, den Vater nicht zu sehen, außerdem sei ihrerseits ein Antrag auf Umgangsausschluss anhängig, der zunächst geprüft werden müsse.

Das OLG Karlsruhe sah das anders: Nicht nur könne nicht aufgrund der bloßen Hoffnung mit einem Antrag Erfolg zu haben geltende Beschlüsse außer Kraft gesetzt werden, darüber hinaus sei man davon überzeugt, dass ein vierjähriges Kind mit erzieherischen Mitteln dazu zu bewegen sei, eine ablehnende Haltung abzulegen und überdies nach der Anhörung des Kindes selbst davon überzeugt, dass der Wille des kleinen Mädchens beeinflusst wurde. Die behauptete Traumatisierung des Kindes sei zudem weder aus den Akten noch der Anhörung oder den Berichten der Umgangsbegleitung ersichtlich.

Es bestätigte den Beschluss des Familiengerichtes. So zahlte die Mutter am Ende zusätzlich zu den fast 10.000,- € Ordnungsgeld die Gerichtskosten einschließlich der außergerichtlichen Ausgaben des Vaters für das Beschwerdeverfahren alleine.

 

OLG Karlsruhe Beschluß vom 26.10.2004

 

By |Oktober 9th, 2014|Allgemein|2 Comments

Immer, wenn das Kind bei DIR war!

Vermutlich ist es eine der ältesten Debatten unter Trennungseltern überhaupt oder zumindest seitdem es ein geregeltes Umgangsrecht gibt:

Immer, wenn das Kind vom anderen kommt, ist es in sich gekehrt, aggressiv, frech, abweisend, überzogen anhänglich, feindseelig, isst nicht gut, schläft nicht gut oder bekommt unkontrollierbare Wutanfälle. Eine Erklärung ist dann in der Regel ganz schnell zur Hand – der/die andere muss irgendetwas schlimmes mit dem Kind anstellen, es vernachlässigen, misshandeln oder beeinflussen. Irgendetwas Schlimmes muss “dort” geschehen – denn sonst wäre das Kind ja nicht so.

Tatsächlich kennt die überwiegende Mehrheit aller Eltern nach einer Trennung Verhaltensauffälligkeiten eben immer dann, wenn das Kind vom anderen kommt. Was steckt tatsächlich dahinter? Beeinflusst der andere Elternteil womöglich das Kind, um es gegen mich aufzubringen? Leidet das Kind “dort” schrecklich, weil man ihm keine Beachtung schenkt oder zuviel oder die falsche?

Oft liegt die Erklärung an ganz anderer Stelle.

Wir zeigen Ihnen wo, in So sind (Trennungs-)kinder eben!

By |Oktober 8th, 2014|Allgemein|0 Comments

Außergerichtliche Umgangsvereinbarungen

Kinder haben ein Recht auf Umgang mit beiden Eltern, das hat der Gesetzgeber deutlich klargestellt. Doch wie? Und vor allen Dingen wann und wie oft? Wer holt das Kind, wer bringt es zurück und was ist mit dem Urlaub?

Was zunächst recht simpel scheint wird schnell zu einer Mammutaufgabe: Den Umgang des Kindes mit beiden Eltern regeln und das ohne fachmännische Hilfe durch Juristen oder Pädagogen. Doch es ist möglich und oftmals spiegelt eine solche Elternvereinbarung explizit die wirkliche Lebensrealität aller Beteiligter. Sofern eine sinnvolle und faire Regelung gefunden werden kann. Mitunter zeigen sich schon an diesem Punkt größere Probleme. Sollte das Kind “dort” übernachten? Ist es schädlich für das Kind, wenn es mal vom einen, mal vom anderen vom Kindergarten abgeholt wird? Und wie teilt man Wochenenden fair untereinander auf?

Einige Anregungen zu Punkten, die Sie bedenken sollten und der dringende Apell, sich an einer außergerichtlichen Einigung zumindest zu versuchen lesen Sie unter Umgangsvereinbarungen – was sie beinthalten sollten

By |Oktober 7th, 2014|Allgemein|0 Comments

Rrrrring – der Loyalitätskonflikt ist am Telefon!

Im Zeitalter der “Digital Natives” haben sich moderne Kommunikationsmedien auch im Rahmen von Umgangsregelungen und Umgangsvereinbarungen einen Platz erarbeitet.

Waren Telefonate mit dem Kind, wenn es beim anderen Elternteil ist früher eher ein seltenes Phänomen, wenn die Entfernung zwischen den Elternteilen sehr groß war und deshalb nur eingeschränkter persönlicher Umgang möglich, wird heute häufig “aus Prinzip” Telefonkontakt beantragt oder verlangt.

Dahinter stecken oft falsche Vorstellungen von der Fragilität einer Eltern-Kind-Beziehung oder einfach die Absicht, den anderen Elternteil zu kontrollieren. Werden Telefonkontakte in hochstrittigen Konstellationen gerichtlich angeordnet, wird es richtig abenteuerlich – zumindest für das Kind.

Wem Telefonkontakte nützen, wann sie unbedingt zu vermeiden sind und was die Kinder davon haben, beantworten wir in Telefonkontakte – Fluch oder Segen?

Das Kind gehört mir! – Eltern im Scheidungskrieg (Medialink)

Aus der ARD-Mediathek von Oktober 2013 – eine Reportage über skurile, tragische und ärgerliche Entwicklungen, wenn Eltern sich nach der Trennung nicht im Sinne der Kinder einigen können.

Kontakterschwernisse, Gerichtskonflikte und Szenen wir aus einem Kriminalroman in:

Das Kind gehört mir! – Eltern im Scheidungskrieg

By |September 26th, 2014|Allgemein|0 Comments

Familienrichter Rudolph (Cochemer Praxis) über kindgerechte Verfahren

Im Rahmen der International Conference of Shared Parenting berichtet Familienrichter Jürgen Rudolph, bekannt als Mitbegründer der Cochemer Praxis und Verfechter kindgerechter familiengerichtlicher Lösungen über seinen Weg zum Familiengericht, seine Erlebnisse, Erkenntnisse und daraus entstandene Überzeugungen.

 

By |August 14th, 2014|Allgemein|0 Comments

Dipl.-Psych. Ursula Kodjoe zur Elternentfremdung (PAS)

 

Vollständigen Mitschnitt des Vortrages von Dip.-Psych. Ursula Kodjoe, bekannte Dozentin und Sachverständige im Rahmen familienrechtlicher Prozesse im Rahmen des 4. Bundeskongress “Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Sorgerechts- und Umgangsverfahren”

21. – 23.11.2013

 

By |August 10th, 2014|Allgemein|1 Comment

Prof. Dr. Hildegund Sünderhauf – Wechselmodell


Vollständigen Mitschnitt des Vortrages zum Wechselmodell von Prof. Dr. jur. Hildegund Sünderhauf, Autorin von “Wechselmodell: Psychologie – Recht – Praxis” im Rahmen des 4. Bundeskongress “Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Sorgerechts- und Umgangsverfahren”

21. – 23.11.2013

 

By |August 10th, 2014|Allgemein|0 Comments