Alle Jahre wieder, streiten sie sich. Und verläuft das Jahr auch noch so friedlich – Geburtstage der Kinder und Weihnachten führen schon in nicht von Trennung betroffenen Familien regelmäßig zu Spannungen und Konflikten. In Trennungsfamilien haben die Festtage nicht selten etwas vom kalten Krieg. Von Terminen und Regelungen, wo das Kind wann feiern sollte einmal ganz abgesehen, spinnen sich die ärgsten Konflikte meist um etwas viel Banaleres: Die Geschenke.

Wer nämlich glaubt, es ließe sich an einer Puppe, einem Brettspiel oder einem Dreirad kein kalter Krieg entspinnen, der sich problemlos bis zum nächsten Weihnachtsfest und darüber hinaus hält, der unterschätzt, was erwachsenen Menschen in den Sinn kommt, wenn ein ungelöster Paarkonflikt unterschwellig köchelt und sich zu Weihnachten endlich Luft verschaffen kann. Dann nämlich, wenn die Realität des einen in jene des anderen einbricht – denn das Kind bringt Dinge mit. Erzählt mehr als sonst. Je nachdem wo und wie gefeiert wird, läuft man sich womöglich sogar über den Weg.

Alle nicht geführten Gespräche über Erziehungsstil und -philosophie rächen sich nicht selten fürchterlich unter dem Weihnachtsbaum.

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