Der Besuch eines Kindergartens ist heute üblich, der Besuch einer Kinderkrippe kommt zunehmend in Mode. Für von Trennung mit Kind betroffene Eltern bedeutet die Dreieckskonstellation mit einer Betreuungseinrichtung allerlei Chancen, den Elternkonflikt vom Kind fern zu halten und insgesamt zumindest in Teilen zu befrieden. Aber auch Risiken und zusätzliche Eskalationsbühnen ergeben sich durch das Auftreten einer dritten Partei in Form der Betreuungseinrichtung.

Während mancher Kindergarten gut belastbare Modelle zum Umgang mit Kindern in Trennungssituationen lebt und deutlich kompetent als Puffer zwischen den Eltern und für das Kind agiert, gibt es leider mit anderen Betreuungseinrichtungen nach wie vor große Probleme. Ob aus Ideologie, falsch verstandener Neutralität oder – im schlimmsten Fall – einer Parteinahme mit einem der betroffenen Elternteile: Wenn der Kindergarten Kriegstreiber wird, statt Deeskalation im Sinne des Kindes zu verfolgen und zu unterstützen, können die Dinge schnell eskalieren. Und das völlig unnötig.

Einzelberichte legen sogar nahe, dass allein durch Fehlentscheidungen einbezogener Betreuungseinrichtungen Elternkonflikte überhaupt erst eskalieren können.

Bestehende Missverständnisse zu Zusammenhängen zwischen Alltagssorge und Entscheidungen rund um Kindergarten und Kinderkrippe tragen zusätzlich dazu bei, dass der Eintritt in den Kindergarten für ein Trennungskind nicht selten wie der Gong zur nächsten Runde im Boxring wirkt.

Am Ende steht stets dasselbe:

Streitende Erwachsene und ein Kind, das die Zeche zahlen muss.

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