Vermutlich ist es eine der ältesten Debatten unter Trennungseltern überhaupt oder zumindest seitdem es ein geregeltes Umgangsrecht gibt:

Immer, wenn das Kind vom anderen kommt, ist es in sich gekehrt, aggressiv, frech, abweisend, überzogen anhänglich, feindseelig, isst nicht gut, schläft nicht gut oder bekommt unkontrollierbare Wutanfälle. Eine Erklärung ist dann in der Regel ganz schnell zur Hand – der/die andere muss irgendetwas schlimmes mit dem Kind anstellen, es vernachlässigen, misshandeln oder beeinflussen. Irgendetwas Schlimmes muss “dort” geschehen – denn sonst wäre das Kind ja nicht so.

Tatsächlich kennt die überwiegende Mehrheit aller Eltern nach einer Trennung Verhaltensauffälligkeiten eben immer dann, wenn das Kind vom anderen kommt. Was steckt tatsächlich dahinter? Beeinflusst der andere Elternteil womöglich das Kind, um es gegen mich aufzubringen? Leidet das Kind “dort” schrecklich, weil man ihm keine Beachtung schenkt oder zuviel oder die falsche?

Oft liegt die Erklärung an ganz anderer Stelle.

Wir zeigen Ihnen wo, in So sind (Trennungs-)kinder eben!